Biologische Zahnheilkunde

Biologische Zahnmedizin

 

Die moderne Zahnmedizin steht vor der Herausforderung, dem gestiegenen Bedürfnis der Patienten nach Gesundheit, Funktionalität und Ästhetik zu entsprechen. In diesem Sinne wird es immer wichtiger, auch ganzheitliche Aspekte in der Diagnostik und Therapie zu berücksichtigen und aktiv zu nutzen. Neben der klassisch handwerklich geprägten Zahnmedizin berücksichtigt die biologische Zahnmedizin zusätzlich die naturwissenschaftlichen Grundregeln in ihrer Komplexität und Wechselwirkung im Hinblick auf den menschlichen Organismus. Ganz unter dem Motto „Der Mund als Spiegel für die Gesundheit“ nimmt die biologische Zahnmedizin die Grundprinzipien der Chemie, Physik und Biochemie genauer unter die Lupe und stellt einen Zusammenhang zwischen den heute üblichen chronisch-systemischen Erkrankungen und Erkrankungen der Mundhöhle her.

Root2Disease

 

An jedem toten Zahn hängt ein kranker Mensch.

 

Wurzelbehandelte Zähne sind tote Zähne. Der abgestorbene Zahn, der einmal ein Organ mit eigener Nerv- und Blutversorgung war, verbleibt als toter Pfeiler in der Mundhöhle. Das verbleibende organische Gewebe wird sich zersetzen und sukzessive schädliche Stoffwechselprodukte (Toxine) absondern. Und diese Toxine können die Ursache vielfältiger System- und Organ-Erkrankungen werden.

 

 

 

 

METALLSANIERUNG

 

Überall lauern Krankmacher. Vor allem im Mund.

 

Metalle in der Mundhöhle gehen durch den Elektrolyten Speichel in Interaktion zueinander, werden durch die zunehmenden EMF (Elektromagnetischen Felder) unkontrollliert moduliert, verstärkt, gestrahlt und führen auf der Ebene der Toxikologie (Dosis abhängig) und der Immunologie (Dosis unabhänigig) zu unerwünschten und die Gesundheit gefährdenden Reaktionen: die Metallionen binden sich in ionisierter Form als Sulfhydrilgruppen an Proteine, Enzyme und Zellmembranen und können so u.a. Autoimmunerkrankungen auslösen. Auch Allergien des Typ IV oder fremdkörperinduzierte Unverträglichkeitsreaktionen wie im Falle des Titans können auftreten.

 

 

AMALGAMENTFERNUNG

 

Bei der Amalgamentfernung werden die meisten Fehler begangen. Üblicherweise wird der Zahnarzt, da er über die Schwermetallproblematik nicht Bescheid weiß (nicht Universitätslehrmeinung), die Füllung ohne jegliche Schutzmaßnahmen einfach heraus bohren. Dabei entsteht jedoch eine sehr große Menge an hochgiftigem, anorganischem Quecksilberdampf (Hg0). Es ist nicht selten, dass Patienten nach eben so einer routinemäßigen Amalgamentfernung mit neurologischen Beschwerden, chronischer Müdigkeit, Gelenk- und Muskelbeschwerden oder anderen, neu hinzugekommenen Symptomen reagieren. Aus diesem Grund ist die Entfernung der Amalgam Füllungen unter absoluten Schutzmaßnahmen unabdingbar. In der Biologischen Zahnmedizin wird darauf daher besonders geachtet.

 

STÖRFELDER

 

DIESER BEGRIFF WURDE GEPRÄGT VOR ÜBER HUNDERT JAHREN VOM VATER DER BIOLOGISCHEN ZAHNHEILKUNDE, DR. WESTON PRICE. Sog. Störfelder im Körper versetzen den Organismus in den Stressmodus (Sympathikus-Modus), welcher 24/7 die Systeme auf „Notlauf“ schaltet.

 

Dieser Stress führt zur Ausschüttung von Adrenalin und Cortisol und bewirkt, dass das Blut in die Muskulatur gepumpt und die Gefässe verengt werden. Immun- und Heilungsreaktionen werden ausgeschaltet und auf die anschließende Regenerationsphase verschoben. Dies führt dazu, dass der Organismus übersäuert, eine Sauerstoffschuld im System entsteht und keine Möglichkeit zur Regeneration und Heilung besteht.

 

Beim einem Störfeld im System Mensch geht man davon aus, dass ein Entzündungsprozess eine Reaktion an einem anderen Ort im Körper hervorrufen kann oder zur Therapieresistenz führt (Chronifizierung). Die klassische Störfelderkennung erfolgt beim Biologischen Zahnarzt über die Auswertung von Röntgenbildern/klinischen Befunden und deren Zuordnung zu medizinischen Befunden. Zähne gehören zu den bedeutendsten Teilsystemen innerhalb eines Netzwerks selbst regulativ arbeitender Teilbereiche des Organismus.

 

 

NICO

 

Steht für „Neuralgia inducing cavitational osteonecrosis“. Darunter versteht man chronisch entzündliche Bereiche im Kieferknochen (silent inflammation in the jawbone). Diese Osteolysen im Kiefer stellen ein typisches Störfeld dar, gehören also in die Kategorie der neuromodulativen Träger. Die biologische Zahnmedizin legt besonderen Wert auf die Entfernung von Störfeldern und chronische Entzündungen sind eine der Hauptstörfelder in unserem Körper. Unbemerkt von konventionellen Röntgenaufnahmen kommt es häufig zu chronischen Entzündungen im Kieferknochen, meist resultierend aus alten, nicht optimal verheilten Zahnextraktionswunden, Zahnanlagen oder Fremdkörpern. Hier bilden sich ähnlich wie bei den wurzelbehandelten Zähnen, Giftstoffe und Entzündungsmediatoren (TNF-α, IL-1, RANTES), die an anderer Stelle im Körper vielerlei Symptome hervorrufen können – besonders häufig treten neurologische (NICO) oder Gelenkprobleme auf. Im Zentrum für Biologische Zahnmedizin können diese auf Verdacht mittels einer dreidimensionalen, digitalen Volumentomographie (DVT) gut diagnostiziert werden. NICO´s entstehen hauptsächlich nach Entfernung von Weißheitszähnen, können aber in jedem zahnlosen Areal auftreten. Die Ursache hierfür ist eine falsche Ernährung mit viel Zucker, Weizen und Kuhmilchprodukten sowie ein Vitamin- und Nährstoffmangel: Vitamin D3 (Mangel an Sonne), Zink, Magnesium und Omega 3 Fettsäuren. Der Körper ist durch diese Mangelsituation mit Heilungsvorgängen häufig überfordert – er befindet sich sozusagen im „Winterschlaf“.  Er ist nicht in der Lage, neues Gewebe aufzubauen, da schlicht und einfach die Nährstoffe dafür fehlen. ( Kranker Knochen siehe Bild)

Die NICO ist also ein Symptom für ein vorhandenes Nährstoffdefizit. Für die perioperative Unterstützung der Knochenregenration hat sich das Bone Healing Protkoll  (BHP nach Dr. Dominik Nischwitz) bewährt, das wir bei allen chirurgischen Eingriffen bereits im Vorfeld zur Unterstützung der körpereigenen Regeneration einsetzen. Mindestens 14 Tage vor der geplanten OP ist es von entscheidender Bedeutung die Nährstoffe nach dem Protokoll einzunehmen. Photos: J Oral Pathol Med 1999; 28:423.

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